Wohngemeinschaften

Auf der Grundlage des §§ 27, 41 i.V.m. § 34 SGB VIII richtet sich diese Betreuungsform an Herranwachsende und junge unbegleitete Flüchtlinge, die

  • das 15. Lebensjahr vollendet haben,
  • aktuell nicht die Möglichkeit haben, in ihren familiären Strukturen zu leben,
  • sich in einer psychischen Belastungssituation befinden,
  • bereit sind, die angebotene Hilfe und Unterstützung anzunehmen,
  • zum Schul- oder Ausbildungsbesuch bereit und motiviert sind,
  • die geltenden Regeln akzeptieren,
  • ihren Alltag nicht durch Drogen bestimmen,
  • interkulturelle Erfahrungen und Interessen haben und
  • ein Mindestmaß an Selbstständigkeit für ein Leben in der Wohngemeinschaft oder in der Einzelwohnung mitbringen

Mit den Zielen

  • Stärkung der eigenständigen Persönlichkeit
  • Förderung der Selbstständigkeit
  • Entwicklung einer realistischen Selbsteinschätzung
  • Auseinandersetzung mit der familiären Situation
  • Integration in einen Bildungs- bzw. Ausbildungsweg oder dessen Fortsetzung bis zum erfolgreichen Abschluss
  • selbstständiger Umgang mit Behörden und Institutionen
  • Wirtschaften mit den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln
  • Übernahme der Verantwortung für das eigene Handeln

Räumlichkeiten

Die Wohnungen der Jugendlichen liegen in der Regel in Nähe des Betreuungsbüros. Sie befinden sich in ortsüblichen Miethäusern. Einzelzimmer für jeden jungen Menschen sowie ein Gemeinschaftsraum bzw. eine Wohnküche gehören zum Standard.

Aufnahme

Die Hilfen werden auf Antrag der sorgeberechtigten Personen, des Vormunds bzw. den jungen Volljährigen selbst vom zuständigen Jugendamt gewährt, wenn ein erzieherischer Bedarf gegeben ist. Anfragen sind direkt an die Koordination des Standortes zu richten. Diese klärt mit allen Beteiligten die notwendigen weiteren Schritte.